Aktuell
Filmpaläste zeigen Festivalhits
Die 23. Auflage des NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL ist inzwischen seit zwei Wochen Geschichte. Für Filmfans muss das Festivalerlebnis aber noch nicht vorbei sein. Das Team des NFF will in den kommenden Wochen und Monaten seine Präsenz in der Region weiter ausbauen und freut sich über eine neue Ko-operation mit den Filmpalästen in Görlitz und Zittau. Ziel der Zusammenarbeit ist es, ausgewählte Festivalfilme auch außerhalb der Festivalwoche einem breiten Publikum zugänglich zu machen und so die Filmkultur nachhaltig zu stärken.
Den Auftakt der Kooperation bilden zwei Vorführungen im Rahmen der Reihe „NFF on Tour“ mit Publikumslieblingen des diesjährigen Festivals. Am 26. und 27. Juni haben Filmfans die Gelegenheit, herausragende Beiträge des 23. NFF nochmals auf der großen Leinwand zu erleben. Gezeigt werden „Der Heimatlose“ von Kai Stänicke, der beim diesjährigen Festival für das beste Szenenbild und mit dem Publikumspreis für den besten Spielfilm gleich doppelt ausgezeich-net wurde, sowie der Dokumentarfilm „Vom Traum, unsinkbar zu sein“ von Tom Fröhlich, der beim Festivalpublikum auf große Resonanz stieß und lebhaft diskutiert wurde.
Mit der neuen Zusammenarbeit setzen das Festival und die Filmpaläste ein gemeinsames Zeichen für die Sichtbarkeit anspruchsvoller Filmkunst in der Region. Die Kooperation soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Ein wichtiger nächster Schritt steht bereits fest: Ab 2027 werden die Filmpaläste in Görlitz und Zittau erstmals auch offiziell zu Spielorten des NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL gehören und damit Teil des trinationalen Festivalnetzwerks.
Festivalleiter Clemens Meyer begrüßt die neue Partnerschaft: „Die Filmpaläste sind wichtige kulturelle Anlaufpunkte und sorgen dafür, dass einem breiten Publikum in der Region Filme auf der großen Leinwand zugänglich gemacht werden. Wir freuen uns sehr, mit ihnen starke Partner an unserer Seite zu haben. Gemeinsam werden wir daran arbeiten, das Festival und seine Filme noch sichtbarer zu machen und die Filmkultur in der Oberlausitz und Niederschlesien an ein breites Publikum zu bringen.“
Auch Alexander Malt, Regionalleiter für Sachsen und Thüringen bei der Filmpalast-Gruppe, sieht in der Zusammenarbeit großes Potential: „Wir freuen uns sehr, dass die Kooperation mit dem NFF endlich zustande kommt. So können wir regionale Kinokultur und internationales Festivalprogramm auch in den Filmpalästen in Görlitz und Zittau vereinen und die großartigen Säle, die beide Häuser bieten, mit Festival-Flair füllen.“

Der Heimatlose (Trial of Hein)
Spielfilm, Deutschland 2026, 122 min
Regie: Kai Stänicke
Drehbuch: Kai Stänicke
Bildgestaltung: Florian Mag
Montage: Susanne Ocklitz
Szenenbild: Seth Turner
Darsteller*innen/Protagonist*innen: Paul Boche, Philip Froissant, Emilia Schüle, Stephanie Amarell
Produktion: Andrea Schütte, Dirk Decker, Dario Suter
Nach 14 Jahren auf dem Festland kehrt Hein in das Dorf seiner Kindheit auf einer Nordseeinsel zurück. Doch die Gemeinschaft erkennt ihn nicht wieder. Selbst sein früherer engster Freund Friedemann geht auf Distanz. Die Bewohner berufen ein Dorfgericht ein. Es soll klären, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt. Im Verlauf des Prozesses wachsen Zweifel, Widersprüche und Misstrauen.
Der Film erzählt von Zugehörigkeit, verdrängter Vergangenheit und persönlicher Erinnerung. Zugleich stellt er die Frage, was einem Menschen bleibt, wenn selbst die eigene Herkunft unsicher erscheint.
Freitag, 26. Juni – 19:30 Uhr – Filmpalast Zittau (Tickets)
Samstag, 27. Juni – 19:30 Uhr – Filmpalast Görlitz (Tickets)

Vom Traum, unsinkbar zu sein
Dokumentarfilm, Deutschland 2025, 87 min.
Regie: Tom Fröhlich
Drehbuch: Tom Fröhlich
Bildgestaltung: Michael “Midge” Throne, Anton Yaremchuk, Jörg Junge
Montage: Roland Possehl
Produktion: Popülärfilm
Eine Heimatgeschichte auf dem Meer: In ihrer Blütezeit umfasste die Flotte der DDR-Hochseefischerei über 100 Schiffe. 4000 Seeleute fuh-ren auf den Ozeanen der Welt. Heute existieren nur noch wenige dieser stählernen Kolosse. Vier von ihnen hat Regisseur Tom Fröhlich aufgespürt: vor Grönland, in einem spanischen Hafen, auf einem dänischen Schrottplatz und im Hamburger Hafen. Sie sind die letzten Zeugen einer untergegangenen Arbeitswelt, ein Stück Zeitgeschichte und zugleich lebendige Orte, an denen auch heute noch gearbeitet, gelebt und erinnert wird.
Ein Heimatfilm auf dem Meer, erzählt von Charly Hübner…
Freitag, 26. Juni – 17:30 Uhr – Filmpalast Zittau (Tickets)
Samstag, 27. Juni – 17:30 Uhr – Filmpalast Görlitz (Tickets)