Jurys
Wettbewerb Spielfilm
Narges Kalhor (D)
Die preisgekrönte iranisch-deutsche Regisseurin, Videokünstlerin und Cutterin wurde 1984 in Teheran geboren, studierte Regie im Iran und an der HFF München und lebt und arbeitet in Deutschland. Ihre Werke bewegen sich zwischen Dokumentarfilm, experimenteller Kunst und Fiktion und beschäftigen sich häufig mit Themen wie Exil, Identität, feministischen Perspektiven und politischem Widerstand.
Ihre Filme Shoot Me (2013), In the Name of Scheherazade oder Der erste Biergarten in Teheran (2019) und Sensitive Content (2023) wurden international aufgeführt und vielfach ausgezeichnet. Ihr Spielfilmdebüt Shahid (2024), mit dem sie 2024 am Wettbewerb des Neisse Filmfestivals teilnahm, erhielt den Caligari-Filmpreis und den CICAE Arthouse Cinema Award bei der Berlinale 2024 sowie den Hessischen Filmpreis für den besten Spielfilm.
Derzeit entwickelt sie ihren Spielfilm The Inverted Well, der für den Berlinale Co-Production Market 2025 ausgewählt wurde.
Soňa Morgenthalová (CZ)
Soňa Morgenthalová begann ihre Karriere in der Filmbranche bei internationalen Produktionen und Castings, arbeitete mit Bong Joon Ho an Snowpiercer und war an zahlreichen Filmen und Serien beteiligt.
Seit 2017 ist sie beim MIDPOINT Institute tätig, wo sie Schulungsprogramme konzipiert und durchführt. Sie unterstützt die Entwicklung von Spiel- und Kurzfilmprojekten und hilft Autor:innen und Produzent:innen, ihre branchenrelevanten Fähigkeiten auszubauen. Außerdem initiierte sie das Programm Focus Queer, das Geschichten von LSBTIQ+-Personen unterstützt und deren Repräsentation in der Branche fördert.
Außerdem ist Soňa regelmäßig als Expertin für verschiedene Institutionen und Initiativen wie das Czech Film Center, das Kosovo Cinematography Center oder PITCH_IT tätig. In all diesen Funktionen verfolgt sie konsequent das Ziel, mutige und originelle Filmemacher zu entdecken, einzigartige und vielfältige filmische Stimmen zu unterstützen und neuen Talenten zu helfen, in der internationalen Filmlandschaft Fuß zu fassen.
Maria Zbąska (PL)
Maria Zbąska ist Absolventin der Filmhochschule Łódź, später der Wajda-Schule. Sie arbeitet als Fotografin und Filmemacherin; ihre fotografischen Arbeiten erschienen u. a. in National Geographic, Gazeta Wyborcza, M Magazin und NRC Handelsblad und wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Als Regisseurin realisierte sie Musikvideos, Werbespots und Kurzfilme, darunter den mehrfach ausgezeichneten „Psubrat“ (2013). Gemeinsam mit ihrem Bruder Kazimierz Zbąski entwickelte sie die Kult-Sozialkampagne „Mafia dla psa“ („Mafia für Hunde“). Ihr Spielfilmdebüt „To nie mój film“ (Das ist nicht mein Film) wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. bei FPFF in Gdynia (Złoty Pazur), PNF Orły 2025 (Entdeckung des Jahres sowie Nominierung für den besten Film und Regie), TIFF Thessaloniki (Grand Prix / Smart7), dem Europäischen Filmfestival „CinEast“ in Luxemburg – Young Talents Award 2024, 3KINO Praha (Grand Prix) sowie mit Preisen für das beste Drehbuch (Neisse Film Festival, Script Fiesta) und die beste Kamera beim Festival „Młodzi i Film“ (Jugendliche und Film) in Koszalin.