Aktuell
NFF 2025 - Nachspiele zum Jahresende
Im November und Dezember sind wir mit zwei weiteren Nachspielen zum 22. Neiße Filmfestival unterwegs, diesmal im Kino Krokodil in Berlin und in der Cinémathèque Leipzig.
ŠTĚSTÍ A DOBRO VŠEM (HAPPYNESS TO ALL)
CZ/NL/FR | 2024 | 96 min
Vitaly war Nuklearphysiker und gehörte früher zur sowjetischen Elite. Jetzt schuftet er als Bauarbeiter in Novosibirsk. Seine Eltern, ehemals auch elitäre Wissenschaftler, leben in Armut. Der Kapitalismus brachte ihnen allen Not, Drogen und den Verlust ihrer Würde. Ihre Antwort darauf ist die Sehnsucht nach der früheren Sowjetunion. Ihrer Meinung nach würden die alten Verhältnisse alle Ungerechtigkeiten für sie beseitigen. Deshalb geben sie sich hoffnungsvoll Putin hin. Vitalys Schicksal zeigt, warum ganze Gesellschaften Autokraten wählen - ein Kreislauf, der oft in Krieg und Leid endet.
“Štěstí a dobro všem” war beim 22. Neiße Filmfestival im Wettbewerb Dokumentarfilm zu sehen.
Regie: Filip Remunda
Drehbuch: Filip Remunda, Michal Gábor
Kamera: Jakub Halousek
Produktion: Tereza Horská, Filip Remunda, Vít Klusák
Schnitt: Tanya Vikhreva
Vorfilm: I DIED IN IRPIN
CZ | 2024 | 11 min
„Am 24. Februar 2022 flohen mein Freund und ich aus Kiew nach Irpin. Wir verbrachten 10 Tage in der blockierten Stadt und schafften es, mit dem letzten Evakuierungskonvoi zu entkommen. [...] Das Gefühl, dass ich in Irpin gestorben bin, hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.“
“I Died in Irpin” war beim 22. Neiße Filmfestival im Wettbewerb Kurzfilm zu sehen.
Regie: Anastasia Falileieva
Drehbuch: Anastasia Falileieva
Kamera: Anastasia Falileieva
Produktion: Martin Vandas, Alena Vandasová, Juraj Krasnohorský, Marcela Vrátilová, Mira Dittrich
Animation: Anastasia Falileieva
Termin:
Samstag, 29.11.2025 | 20:15 Uhr
Kino Krokodil
Greifenhagener Str. 32, 10437 Berlin
FASSADEN
DE | 2025 | 87 min
Hinter den Fassaden von Häusern verbergen sich Machtstrukturen, die Täter begünstigen und Frauen unzureichend schützen. Der Film begleitet eine Frau auf ihrem Weg aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung und zeigt, wie Politik und Gesellschaft immer noch zu oft versagen. Der Film gibt einer Überlebenden neuen Raum und eine Stimme, um sich aus der Opferrolle zu befreien und sich ihr Leben zurückzuerobern. Schonungslos und eindringlich dokumentiert er einen Kampf gegen Gewalt - und gegen ein System, das noch eher wegschaut als tatsächlich konkret hilft…
“Fassaden” war beim 22. Neiße Filmfestival im Wettbewerb Dokumentarfilm zu sehen.
Regie: Alina Cyranek
Drehbuch: Alina Cyranek
Kamera: Tim Pfautsch
Produktion: Alina Cyranek, Falk Schuster
Schnitt: Maximilian Raible
Termin:
Mittwoch, 03.12.2025 | 19:30 Uhr
Cinémathèque Leipzig
Karl-Liebknecht-Str. 109, 04275 Leipzig