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Starke Resonanz trotz Sommerwetter: NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL blickt auf erfolgreiche 23. Ausgabe zurück
Am Sonntagabend ging in der Dreiländerregion an der Neiße das 23. NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL zu Ende. Über 6.000 Filmfans und Gäste erlebten während des trinationalen Filmfestes in 19 Kinos und Kulturstätten in Deutschland, Polen und Tschechien rund 100 Filme in den drei Wettbewerben und diversen Filmreihen, begleitet von Filmgesprächen, einer Lesung, Konzerten, Workshops, Open-Air-Kino und mehr. Unter dem Titel „Transformations“ widmete sich die Fokus-Reihe des Festivals in diesem Jahr den Nachwende-Transformationen in den drei Ländern und Osteuropa.
Festivalteam zieht positive Bilanz
Das internationale Festivalteam um das Leitungs-Duo Clemens Meyer und Andreas Friedrich kann nach dem letzten Abspann auf eine ereignisreiche und sonnige Festivalwoche zurückblicken: „Das NFF war in diesem Jahr von einer intensiven und gemeinschaftlichen Stimmung geprägt. Besonders freut uns, dass es das Publikum trotz des großartigen Wetters so zahlreich in die Kinos gezogen hat. Das sehen wir als ein besonders starkes Signal der Bedeutung des Festivals für die Kulturlandschaft in der Region. Die positive Resonanz von lokalem, wie internationalen Publikum bestärkt uns auf unserem Weg und ist Grundlage für die Arbeit in den nächsten Jahren. Dass sich viele Gäste bei uns versammeln, austauschen, feiern und Filme schauen konnten, ist dabei auch unseren institutionellen Förderern, Sponsoren und Partnern zu verdanken, vor allem aber ein Verdienst des gesamten Festivalteams und der vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne die das NFF in dieser Form nicht möglich wäre. Ihnen gilt unser und mein persönlicher Dank.“, erklärt Clemens Meyer, sei Dezember Co-Leiter des NFF.„Durch diese vielfältige und großartige Unterstützung kann ich mehr als zufrieden auf meine erste Ausgabe des Festivals und vorfreudig in die Zukunft blicken.“, so Meyer weiter."
Hauptpreis für deutschen Spielfilm „Sechswochenamt“
Die Neiße-Fische, Preisskulpturen des Festivals, wurden am Samstagabend bei der feierlichen Preisverleihung im tschechischen Varnsdorf an die Gewinnerinnen und Gewinner in den drei Wettbewerben und an die Publikumslieblinge des Festivals vergeben. Der Hauptpreis – der vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus geförderte und mit 10.000 Euro dotierte „Neiße-Fisch: Bester Spielfilm“ – ging an den deutschen Beitrag „Sechswochenamt“ von Jacqueline Jansen. Die Jury vergab im Spielfilm-Wettbewerb außerdem den von der Stadt Zittau gestifteten Preis für die beste darstellerische Leistung an Đoàn Hoàng Anh für seine Performance im tschechischen Film „Letní škola, 2001“ (Sommerschule, 2001) von Dužan Duong. Seth Turner wurde für seine Arbeit am deutschen Spielfilm „Der Heimatlose“ von Kai Stänicke mit dem von der Stadt Görlitz gestifteten Preis für das beste Szenenbild ausgezeichnet. Der Neiße-Fisch für das beste Drehbuch, gestiftet vom Liberecký kraj, ging an Emi Buchwald und Karol Maczek für den polnischen Beitrag „Nie ma duchów w mieszkaniu na Dobrej“ (Keine Geister in der Dobrastraße), bei dem Emi Buchwald auch Regie führte.
Der deutsche Beitrag „Eine Krankheit wie ein Gedicht“ von Jelena Ilić erhielt den erstmalig von der Sächsischen Staatskanzlei gestifteten und mit 5.000 Euro dotierten „Neiße-Fisch: Bester Dokumentarfilm“ im trinationalen Wettbewerb. Mit dem Neiße-Fisch: Bester Kurzfilm“, gestiftet vom Studierendenrat der Hochschule Zittau-Görlitz, wurde der polnische Beitrag „Niech Zostanie Bez Tytułu“ (Lassen wir es ohne Titel) von Mieszko Chomka ausgezeichnet. Der „Neiße-Fisch: Spezialpreis“ des Festivals, der vom Filmverband Sachsen gestiftet wird, ging in diesem Jahr an den polnischen Spielfilm „Capo“ von Robert Kwilman. Der Preis würdigt einen Film aus dem gesamten Programm, welcher sich im Besonderen dem Verständnis für die kulturellen und ethnischen Unterschiede verschiedener Länder oder den vorhandenen Gemeinsamkeiten widmet. Den in diesem Jahr zum zweiten Mal beim NFF vergebenen Preis einer trinationalen Jugendjury erhielten der deutsche Spielfilm „Obhut“ von Veronika Hafner sowie der polnische Kurzfilm „Niech Zostanie Bez Tytułu“ (Lassen wir es ohne Titel) von Mieszko Chomka. Die „Neiße-Fische“ werden hier durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk und Tandem - Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch gestiftet. Mit dem „Neiße-Fisch: Ehrenpreis“ wurde 2026 der polnische Regisseur Jan Komasa, einer der prägenden Filmemacher seiner Generation, ausgezeichnet.
Auch die Meinung des Publikums war gefragt: Die Publikumspreise für Langfilme aus dem Programm des 23. NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL, die vom Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien gestiftet wurden, gingen an den Spielfilm „Der Heimatlose“ von Kai Stänicke und den Dokumentarfilm „Einar Schleef – Ich habe kein Deutschland gefunden“ von Sandra Prechtel. Beliebtester Kurzfilm wurde der polnische Beitrag „Martwe Tango“ (Totentango) von Jan Seraphim. Der Preis wird hier von der Stadt Zgorzelec gestiftet.
Das 24. NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL findet vom 25. bis 30. Mai 2027 statt.