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Drei-Länder-Filmpreis für „Služobníci“ (Die Diener) von Ivan Ostrochovský - Tschechisch-slowakischer Spielfilm gewinnt Hauptpreis beim 18. Neiße Filmfestival

Großhennersdorf/Ebersbach - 18. September 2021

Am morgigen Sonntag geht im Dreiländereck an der Neiße das 18. Neiße Filmfestival zu Ende. Das trinationale Filmfest präsentierte in diesem Jahr, coronabedingt mit neuem Termin, an mehr als 20 Spielorten in Deutschland, Polen und Tschechien rund 60 Filme in drei Wettbewerben und diversen Filmreihen sowie ein Rahmenprogramm u.a. mit Ausstellungen und Filmgesprächen. Bereits am Samstagabend wurden bei der Preisverleihung im Filmtheater Ebersbach die Neiße-Fische, die vom Strahwalder Künstler Andreas Kupfer gestalteten Preisskulpturen des Festivals, vergeben.

Der mit 10.000 Euro dotierte „Drei-Länder-Filmpreis“ der Sächsischen Kunstministerin für den besten Spielfilm, der vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus gestiftet wurde, ging an den tschechisch-slowakischen Beitrag „Služobníci“ (Die Diener) von Ivan Ostrochovský. Die Jury mit der deutschen Regisseurin Susanne Heinrich, dem tschechischen Produzenten und Programmer Daniel Vadocký und dem polnischen Regisseur und Drehbuchautor Łukasz Grzegorzek musste sich im Wettbewerb zwischen je drei Spielfilmen aus Deutschland, Polen und Tschechien entscheiden. „Služobníci“ (Die Diener) erzählt eine universelle Geschichte über Freundschaft, Widerstand und Verrat, sparsam und wortkarg erzählt. „Jeder einzelne Frame dieses Films ist aufregend. Der raffinierte Schnitt, die sorgsam ausgesuchte visuelle Gestaltung, das geschmackvoll minimalistische Szenenbild und Amateurdarsteller*innen mit beeindruckend natürlichem Sschauspiel erzählen diese Geschichte ebenso lebhaft und plastisch wie angenehm distanziert. Aber vor allem ist dieser Film eine Erinnerung an das, was Kino ist: Ein Arrangement von Licht und Schatten und von Bewegung in der Zeit. Wunderschön!“, so die Juroren in ihrer Begründung.

Den von der Stadt Zittau gestifteten Preis für die beste darstellerische Leistung erhielt Sara Fazilat für ihre Performance in „Nico“ von Eline Gehring (DE). Der Film erzählt die Geschichte der Wiedergeburt eines jungen, unbekümmerten und leicht verängstigten Mädchens in eine wachsame Frau voller innerer Aggression. „Die Regisseurin schafft es, das ausgeglichene Spiel ihrer Hauptdarstellerin Sara Fazilat zwischen merklich emotionalen Tönen zu kontrollieren. Durch die ständige Präsenz der Protagonistin entsteht eine emotionale Transparenz, die uns als Zuschauer auch das Innere der Hauptfigur spüren lässt.“ hob die Jury besonders hervor.

Vladimír Hruška wurde für seine Arbeit an „Havel“ (CZ) von Slávek Horák mit dem von der Stadt Görlitz gestifteten Preis für das beste Szenenbild ausgezeichnet. „Der Film schildert auf sehr glaubwürdige Weise zwanzig Jahre Kommunismus - sowohl seinen lustvollen Überfluss und den Überschwang der Reichsten und Mächtigsten, als auch die Unzulänglichkeit und Armut der Ärmsten. Exzellent arrangierte Sets und die exakte Platzierung von scheinbar zufälligen Objekten, die einzelne Szenen sehr sinnliche aufladen, helfen dabei, ein genaues Bild jener Zeit zu zeichnen. “, so die Juroren.

Der Neiße-Fisch für das beste Drehbuch, gestiftet vom Liberecký kraj, ging an Lars Hubrich und Regisseur Marcus Lenz für den deutschen Beitrag „Rivale“. Die Jury honorierte damit „ … einem mutig geschriebenen Film über einen Jungen aus der vom Krieg zerrissenen Ukraine, der sich anpassen muss und seinen neuen Platz in den unerwarteten Umständen in Deutschland findet. Die Autoren gehen ein Risiko ein, indem sie ein kompliziertes Universum aufbauen, in dem der Junge als Kämpfer agieren und nicht nur ein weiteres Opfer sein kann. Seine Geschichte, verwoben mit den Geschichten seiner Mutter und ihrer Geliebten, bietet nicht nur fesselnde Intrigen, sondern auch ein sehr interessantes Porträt eines mutigen Jungen, das Licht und Schatten einer süchtig machenden Liebe zeigt.“
 

Bester Dokumentarfilm: „Zwyczajny kraj“ (Normales Land) von Tomasz Wolski

Der polnische Beitrag „Zwyczajny kraj“ (Normales Land) von Tomasz Wolski erhielt den von „So geht sächsisch.“ gestifteten und mit 5.000 Euro dotierten Preis für den besten Dokumentarfilm. Die Jury mizt den drei Dokumentarfilmer*innen Yulia Lokshina (DE), Tomáš Elšík (CZ) und Michal Bielawski (PL) hob in ihrer Begründung hervor: „In seinem Film lädt uns Tomasz Wolski in eine Welt ein, in der sich das Gewöhnliche in einer Metamorphose befindet. Sorgfältig rekonstruiert er dabei mit Material, das durch den polnischen Geheimdienst aufgenommen wurde, eine Umgebung der Gefahr und Vorsicht. Die Szenen meist weit davon entfernt, spektakulär zu sein. Sie zeigen alltägliche Routine: Fetzen eines Telefongesprächs, gewöhnliche Menschen an den Straßen, in Parks oder Kneipen. Manche Autos werden verfolgt, Räumlichkeiten durchsucht, um Agenten der nächsten Generationen auszubilden. Durch das scheinbar bedeutungslosen Bilder erzählt der Regisseur vom brutalsten Aspekt politischer Unterdrückung innerhalb eines autoritären Regimes.
 

Bester Kurzfilm: „Jsme si o smrt blíž“ (Wir sind uns einen Tod näher) von Bára Anna Stejskalová

Den Preis für den besten Kurzfilm erhielt der tschechische Beitrag „Jsme si o smrt blíž“ (Wir sind uns einen Tod näher) von Bára Anna Stejskalová über einen kleinen Parasiten im Kadaver eines Hundes und sein (Über-)Leben auf einer Müllkippe. Über den vom Studierendenrat der Hochschule Zittau/Görlitz gestifteten Preis entschieden die deutsche Festivalorganisatorin und Programmerin Anne Gaschütz, die tschechische Kuratorin Radka Weiserová und der polnische Drehbuchautor und Regisseur Bartek Kędzierski. In der Begründung der Jury heißt es: „Eine tolle Geschichte zu finden ist bloß der erste Schritt. Danach, musst man als Filmemacher*in die geeignete Sprache wählen, um die Geschichte den Zuschauern zu erzählen. Und die beste Sprache ist die gewöhnlichste Sprache. Die gewöhnlichste bedeutet: ohne Wörter. „Wir sind uns einen Tod näher“ ist etwas einzigartiges. Die universelle Liebesgeschichte, die wortlose Sprache, die altmodische Stop-Motion-Technologie, eine niedliche Protagonistin (ein niedlicher Protagonist), eklige Bösewichte, ein wunderschönes Bühnenbild, und... ferngesteuerte Zombies. Wir lieben sie alle!“

Eine lobende Erwähnung gab es im Kurzfilmwettbewerb für “Top Down Memory” (Erinnerungen von oben nach unten) von Daniel Theiler (DE).

Der Filmverband Sachsen vergab seinen Spezialpreis in diesem Jahr an den Dokumentarfilm „Grenzland“ von Andreas Voigt. Der Film beschäftigt sich mit der Lebensgeschichte von Jan Müller, der 1936 in Georgswalde, dem heutigen Jirikov, geboren wurde und die Veränderungen einer Region hautnah bezeugen kann. Bereits 1991 besuchte Voigt die deutsch-polnische Grenze. Knapp 30 Jahre später reist er erneut in die Region, sucht und findet Begegnungen auf beiden Seiten der Oder und der Neiße. Die Themen sind Arbeit, Heimat und Liebe. Seine Beobachtungen erscheinen wie Geschichten vom „Rand“ - dabei kommen sie aus der Mitte Europas. Voigt trifft auf Menschen, ihre Geschichte und ihre Landschaft. Im Norden das Stettiner Haff, im Süden Niederschlesien - dort, wo im Dreiländereck Polen, Deutschland und Tschechien zusammentreffen.

Seiner Ehrenpreis vergab das Neiße Filmfestival an die tschechische Regisseurin und Drehbuchautorin Helena Třeštíková, und damit erstmals an eine Dokumentarfilmer*in.

Die Abstimmung für die Publikumspreise ist in diesem Jahr aufgrund des verkürzten Programms noch bis zum Festivalsonntag möglich. Die Publikumslieblinge werden nachträglich informiert und erhalten ihren Neiße-Fisch per Kurier.

Das 19. Neiße Filmfestival findet vom 17. bis 22. Mai 2022 statt.

Aktuelle Informationen und Impressionen gibt es online unter www.neissefilmfestival.net
 

Szenenbilder zu allen Preisträgerfilmen gibt es hier zum Download:
https://www.dropbox.com/sh/c98xj5ularvb8xj/AADLPaRVp8i3HyBxW0qZPW5Pa?dl=0

Impressionen von der Preisverleihung gibt es hier via Dropbox:
https://www.dropbox.com/sh/p9d70z5vjwsthm0/AAC0DUONEpJBPNhDnOCcIl9ha?dl=0

 

Die Preisträger des 18. Neiße Filmfestival in der Übersicht:

Drei-Länder-Filmpreis der Sächsischen Kunstministerin für den besten Spielfilm
(gestiftet vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus)
„Služobníci“ (Die Diener) von Ivan Ostrochovský (CZ/SK)
dotiert mit 10.000 Euro

Beste darstellerische Leistung (gestiftet von der Stadt Zittau)
Sara Fazilat für „Nico“ von Eline Gehring (DE)
dotiert mit 1.000 Euro

Bestes Szenenbild (gestiftet von der Stadt Görlitz)
Vladimír Hruška für „Havel“ (CZ) von Slávek Horák
dotiert mit 3.000 Euro

Bestes Drehbuch (gestiftet vom Liberecký kraj )
Lars Hubrich und Marcus Lenz „Rivale“ (DE) von Marcus Lenz
dotiert mit 1.000 Euro

Bester Dokumentarfilm (gestiftet von „So geht sächsisch.“)
„Zwyczajny kraj“ (Normales Land) von Tomasz Wolski (PL)
dotiert mit 5.000 Euro

Bester Kurzfilm (gestiftet vom Studierendenrat der Hochschule Zittau/Görlitz)
„Jsme si o smrt blíž“ (Wir sind uns einen Tod näher) von Bára Anna Stejskalová (CZ)
dotiert mit 1.000 Euro

Lobende Erwähnung im Kurzfilmwettbewerb:
„Top Down Memory“ (Erinnerungen von oben nach unten) von Daniel Theiler (DE).

Spezialpreis des Filmverband Sachsen
„Grenzland“ von Andreas Voigt (DE)
dotiert mit 1.000 Euro

Ehrenpreis des Neiße Filmfestivals
Helena Třeštíková (CZ)

 

18. Neiße Filmfestival in der Dreiländerregion an der Neiße

Großhennersdorf/Zittau - 06.09.2021

Vom 16. bis 19. September geht das Neiße Filmfestival in seine 18. Auflage. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie musste der Festivaltermin auch in diesem Jahr vom Mai in den September verschoben werden. Das Publikum in der Dreiländerregion an der Neiße erwarten an vier Festivaltagen über 60 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme in drei Wettbewerben und begleitenden Filmreihen und ein vielseitiges Rahmenprogramm.

Eröffnet wird das 18. Neiße Filmfestival am 16. September mit dem thematisch zur diesjährigen Fokus-Reihe passenden Film „Je suis Karl“ (DE/CZ, 2020) von Christian Schwochow, der zeitgleich in drei deutschen Kinos zu sehen ist. Im Hauptwettbewerb des Festivals um den besten Spielfilm treten je drei Produktionen aus Deutschland, Polen und Tschechien an, die u.a. Geschichten von jugendlichen Lebenswelten und über das Heranwachsen erzählen. Der Gewinnerbeitrag wird am Ende mit dem mit 10.000 Euro dotierten „Drei-Länder-Filmpreis“ der sächsischen Kulturministerin ausgezeichnet. Auch im Wettbewerb um den besten Dokumentarfilm gehen insgesamt neun Produktionen, die sich kritisch mit dem Verhältnis zwischen Generationen oder zwischen Menschen und Natur auseinandersetzen, ins Rennen. Der Preis ist hier mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Standortkampagne „So geht sächsisch.“ gestiftet. Der Kurzfilm-Wettbewerb beim Neiße Filmfestival, für den der Studierendenrat der Hochschule Zittau/Görlitz ein Preisgeld von 1.000 Euro stiftet, umfasst 2021 wieder eine große künstlerische Bandbreite mit Spiel- und Dokumentarfilmen sowie Animationen, die sich auf vielfältige Weise mit Menschen in Ausnahmesituationen befassen.

Unter dem Titel „Mother Europe“ richtet das 18. Neiße Filmfestival seinen Blick auf das, was Europäer verbindet – auf die Wurzeln der europäischen Idee, was Europa heute ausmacht und wie eine Zukunft Europas aussehen könnte. Das Filmfest an der Neiße steht in seiner Trinationalität von Beginn an für ein offenes, sozial gerechtes und tolerantes Europa. Wohlstandsgefälle, Demokratiedefizite und nationalistisches Denken stellen diese Vision jedoch in Frage und gefährden lange als selbstverständlich geltende Freiheiten. Dieser Auseinandersetzung möchte sich das Festival mit seiner diesjährigen Fokus-Reihe nähern und aus der Mitte Europas heraus zum gesellschaftlichen Diskurs beitragen. Zum Programm gehört dabei u.a. eine Lesung mit Navid Kermani am 17. September im Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau.

Daneben stehen in der Reihe „Regionalia“ aktuelle Beiträge von regionalen Filmschaffenden auf dem Programm, die sich dem Leben an der Grenze und dem sorbischen Film widmen. Außerdem sind an den vier Festivaltagen Filmklassiker wie „My Fair Lady“ (1964) oder „Spartacus“ (1960) im 35mm- bzw. 70mm-Format, der deutsch-tschechisch-slowakische Kinderfilm „Sommer-Rebellen“ (2020) sowie Programmkino-Highlights aus Deutschland, Polen und Tschechien zu sehen. Und eine Retrospektive zeigt zwei Filme der Ehrenpreisträgerin des diesjährigen Neiße Filmfestivals, der tschechischen Dokumentarfilm-Regisseurin und Drehbuchautorin Helena Třeštíková.

Die feierliche Preisverleihung findet am 18. September im Filmtheater Ebersbach statt. Mit den Neiße-Fischen prämiert werden hier neben den besten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen auch die beste darstellerische Leistung, das beste Drehbuch und das beste Szenenbild. Außerdem vergibt der Filmverband Sachsen einen Spezialpreis an einen Film aus dem gesamten Festivalprogramm, welcher sich dem Verständnis der Nachbarschaft von Deutschland, Polen und Tschechien widmet.

Das komplette Programm und aktuelle News zum Neiße Filmfestival gibt es online unter www.neissefilmfestival.net.

Gelebtes Europa in der Dreiländerregion an der Neiße

Seit 2004 präsentiert das Neiße Filmfestival jährlich im Mai in der Dreiländerregion zwischen Deutschland, Polen und Tschechien aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme. Was mit der Idee begann, Filme in drei Ländern zu zeigen, hat sich zu einer kulturellen Brücke für Filmfans und Programmkinos aus den drei Nachbarländern entwickelt und ist inzwischen wichtiger Treffpunkt für nationale und internationale Filmschaffende und Vertreter*innen der Filmwirtschaft. Jedes Jahr richtet das Filmfestival den Blick auf Bezüge und Beziehungen zwischen den Völkern Osteuropas und auf die jeweilige filmische Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart. Das länderübergreifende Programm bietet neben drei Wettbewerben und verschiedenen Filmreihen auch Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Partys.

Impressionen vom letztjährigen Festival und Bildmaterial zum aktuellen Programm gibt es hier via Dropbox zum Download: https://www.dropbox.com/sh/jr47wkbcq55qckc/AAAPUj-HNgqk3n1xjpLeKzaSa?dl=0

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Neiße Filmfestival zeigt Programmvorschau online

Großhennersdorf - 18.05.2021

Am heutigen Dienstag, den 18. Mai sollte in Zittau das 18. Neiße Filmfestival eröffnet werden. Aufgrund der aktuellen Coronalage musste der Festivaltermin auch 2021 verschoben werden. Die kuratierten Filme und ein Teil des Rahmenprogramms der diesjährigen Festivalausgabe sind nun vom 16. bis 19. September in der Dreiländerregion an der Neiße zu sehen bzw. erleben. Gezeigt werden dann u.a. die Wettbewerbe für Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilm und die Fokus-Reihe „Mother Europe“. Online ist das Festivalprogramm schon jetzt zu entdecken. Allerdings noch ohne konkrete Spielzeiten und -orte.

Im Hauptwettbewerb des Festivals um den besten Spielfilm treten je drei Produktionen aus Deutschland, Polen und Tschechien an, die u.a. Geschichten von jugendlichen Lebenswelten und über das Heranwachsen erzählen. Der Gewinnerbeitrag wird am Ende mit dem mit 10.000 Euro dotierten „Drei-Länder-Filmpreis“ der sächsischen Kunstministerin ausgezeichnet. Auch im Wettbewerb um den besten Dokumentarfilm gehen insgesamt neun Produktionen, die sich kritisch mit dem Verhältnis zwischen Generationen oder zwischen Mensch und Natur auseinandersetzen, ins Rennen. Der Preis ist hier mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Standortkampagne „So geht sächsisch.“ gestiftet. Der Kurzfilm-Wettbewerb beim Neiße Filmfestival umfasst 2021 wieder eine große künstlerische Bandbreite mit Spiel- und Dokumentarfilmen sowie Animationen, die sich auf vielfältige Weise mit Menschen in Ausnahmesituationen befassen.

Unter dem Titel „Mother Europe“ richtet das 18. Neiße Filmfestival seinen Blick auf das, was Europäer verbindet – auf die Wurzeln der europäischen Idee, was Europa heute ausmacht und wie eine Zukunft Europas aussehen könnte. Das Filmfest an der Neiße steht in seiner Trinationalität von Beginn an für ein offenes, sozial gerechtes und tolerantes Europa. Wohlstandsgefälle, Demokratiedefizite und nationalistisches Denken stellen diese Vision jedoch in Frage und gefährden lange als selbstverständlich geltende Freiheiten. Dieser Auseinandersetzung möchte sich das Festival mit seiner diesjährigen Fokus-Reihe nähern und aus der Mitte Europas heraus zum gesellschaftlichen Diskurs beitragen.

Daneben stehen in der Reihe „Regionalia“ aktuelle Beiträge von regionalen Filmschaffenden auf dem Programm. Außerdem sind an den vier Festivaltagen ein Kinderfilm sowie ausgewählte Kinohighlights aus Deutschland, Polen und Tschechien zu sehen. Und eine Retrospektive widmet zwei Filme der Ehrenpreisträgerin des diesjährigen Neiße Filmfestivals, der tschechischen Dokumentarfilm-Regisseurin und Drehbuchautorin Helena Třeštíková. Abgerundet wird das Veranstaltungsprogramm mit Ausstellungen, Konzerten und einer Lesung mit Navid Kermani.

Trotz der Verschiebung gibt es auch im Mai schon einzelne, für das Neiße Filmfestival geplante Veranstaltungen. Noch bis zum 25. Mai wird in den Räumen der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien in Zittau die Ausstellung „Europa in Bildern erzählt“ aus der Fokus-Reihe des Festivals gezeigt. Am Mittwoch, den 19. Mai ist ab 19 Uhr unter dem Titel „5 Jahre Łužycafilm – Prequel & Sequel“ per Livestream aus dem Bautzener Steinhaus ein Podiumsgespräch zu Geschichte und Zukunft des Sorbisch-Deutschen Filmnetzwerks zu erleben. Anschließend findet am 21. und 22. Mai ebenfalls online das 12. Netzwerktreffen Sorbisch-Deutscher Film- und Medienschaffender statt, das von der Stiftung für das sorbische Volk und dem Filmverband Sachsen in Zusammenarbeit mit dem Filmfestival Cottbus und dem Neiße Filmfestival organisiert wird. Mehr Infos dazu gibt es unter www.luzyca-film.de.

Das komplette Programm und aktuelle News zum Neiße Filmfestival gibt es online unter www.neissefilmfestival.net.

 

Neiße Filmfestival verschiebt Programm in den September

Großhennersdorf - 27.04.2021

Am 18. Mai sollte in der Dreiländerregion an der Neiße das 18. Neiße Filmfestival starten. Aufgrund der aktuellen Coronalage wird das Festival allerdings nicht in der geplanten Form stattfinden können. Die kuratierten Filme und ein Teil des Rahmenprogramms der diesjährigen Festivalausgabe werden nun vom 16. bis 19. September zu sehen bzw. erleben sein.

„Die Organisation des Neiße Filmfestivals mit mehr als 20 Spielstätten in drei Ländern ist schon unter normalen Umständen eine Herausforderung.“, erklärt Ola Staszel aus der dreiköpfigen Festivalleitung. „Vor dem Hintergrund der andauernden Pandemie, geschlossenen Kinosälen und einer nicht absehbaren Entwicklung in den kommenden Wochen ist eine zuverlässige Vorbereitung und sichere Durchführung von Filmvorführungen und Veranstaltungen momentan nicht möglich. Auch nicht in ursprünglich vorgesehenen, alternativen Varianten wie mit Open-Air-Kino. Wir haben deshalb in Abstimmung mit unseren Partnern und Förderern entschieden, das Festivalprogramm auf einen späteren Termin im September zu verschieben.“, so Staszel weiter.

Seit 2004 präsentiert das Neiße Filmfestival jährlich im Mai in der Dreiländerregion zwischen Deutschland, Polen und Tschechien aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme. Was mit der Idee begann, Filme in drei Ländern zu zeigen, hat sich zu einer kulturellen Brücke für Filmfans und Programmkinos aus den drei Nachbarländern entwickelt und ist inzwischen wichtiger Treffpunkt für nationale und internationale Filmschaffende und Vertreter*innen der Filmwirtschaft. Das länderübergreifende Programm bietet traditionell neben drei Wettbewerben und verschiedenen Filmreihen, die den Blick auf Bezüge und Beziehungen zwischen den Völkern Osteuropas und auf die jeweilige filmische Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart eröffnen, auch Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Partys.

Welches Programm das Publikum zum neuen Termin im September konkret erwartet, wollen die Festivalmacher*innen am 18. Mai zur ursprünglich geplanten Eröffnung bekanntgeben.

Aktuelle News gibt es online unter www.neissefilmfestival.net

 

Rund 600 Einreichungen für das 18. Neiße Filmfestival

Großhennersdorf, 24.02.2021

Vom 18. bis zum 23. Mai geht das Neiße Filmfestival in seine 18. Auflage. Rund 600 Filmbeiträge sind in diesem Jahr bei den Festivalmachern im Kunstbauerkino Großhennersdorf eingegangen und bewerben sich um einen Platz in drei Wettbewerben sowie um insgesamt elf der begehrten Neiße-Fische. Unter den eingereichten Produktionen aus Deutschland, Polen und Tschechien gibt es Spielfilme, die Geschichten von jugendlichen Lebenswelten und über das Heranwachsen erzählen, Dokumentarfilme, die sich kritisch mit dem Verhältnis zwischen Generationen oder zwischen Mensch und Natur auseinandersetzen, und Kurzfilme, die sich auf vielfältige Weise Menschen in Ausnahmesituationen widmen. Welche Filme es in die Auswahl für das Festivalprogramm schaffen, entscheidet sich bis Anfang April.

„Wir freuen uns, dass trotz der durch die Corona-Pandemie eingeschränkten Produktionsbedingungen so viele Filmschaffende ihre Beiträge zum Neiße Filmfestival eingesandt haben“, erklärt Ola Staszel von der dreiköpfigen Festivalleitung. „Unsere Vorbereitungen für das Festival laufen bereits. Natürlich beobachten wir das aktuelle Infektionsgeschehen und stellen unsere Planungen darauf ein. Wir hoffen, dass bis Mai die Programmkinos in der Region wieder öffnen können und dass wir dann zahlreiche Filmfans und Cineasten im Dreiländereck begrüßen dürfen.“, so Staszel weiter.

Gelebtes Europa in der Dreiländerregion an der Neiße

Seit 2004 präsentiert das Neiße Filmfestival jährlich im Mai in der Dreiländerregion zwischen Deutschland, Polen und Tschechien aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme. Was mit der Idee begann, Filme in drei Ländern zu zeigen, hat sich zu einer kulturellen Brücke für Filmfans und Programmkinos aus den drei Nachbarländern entwickelt und ist inzwischen wichtiger Treffpunkt für nationale und internationale Filmschaffende und Vertreter*innen der Filmwirtschaft. Das länderübergreifende Programm bietet neben drei Wettbewerben und verschiedenen Filmreihen, die den Blick auf Bezüge und Beziehungen zwischen den Völkern Osteuropas und auf die jeweilige filmische Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart eröffnen, auch Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Partys.

Unter dem Titel „Mother Europe“ richtet das 18. Neiße Filmfestival seinen Blick auf das, was Europäer verbindet – auf die Wurzeln der europäischen Idee, was Europa heute ausmacht und wie eine Zukunft Europas aussehen könnte. Das Neiße Filmfestival steht in seiner Trinationalität von Beginn an für ein offenes, sozial gerechtes und tolerantes Europa. Wohlstandsgefälle, Demokratiedefizite und nationalistisches Denken stellen diese Vision jedoch in Frage und gefährden auch lange als selbstverständlich geltende Freiheiten. Dieser Auseinandersetzung möchte sich das Filmfest mit seiner diesjährigen Fokus-Reihe nähern und mit den Mitteln eines länderübergreifenden Festivals, aus der Mitte Europas heraus, zu einem gesellschaftlichen Diskurs beitragen und dazu einladen.

Eröffnet werden soll das 18. Neiße Filmfestival am 18. Mai im Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau. Die feierliche Preisverleihung ist für den 22. Mai im Filmtheater Ebersbach geplant. Prämiert werden hier neben den besten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen und den Publikumslieblingen auch die beste darstellerische Leistung, das beste Drehbuch und das beste Szenenbild. Außerdem wird ein Spezialpreis an einen Film aus dem gesamten Festivalprogramm vergeben, welcher sich dem Verständnis der Nachbarschaft von Deutschland, Polen und Tschechien widmet. Der Ehrenpreis des diesjährigen Neiße Filmfestivals wird an die tschechische Regisseurin und Drehbuchautorin Helena Třeštíková verliehen.

Aktuelle Informationen gibt es online unter www.neissefilmfestival.net.


► Schirmherren des 18. Neiße Filmfestivals sind Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Martin Půta, Hauptmann der Region Liberec, und Rafał Gronicz, Bürgermeister von Zgorzelec. Das 18. Neiße Filmfestival wird gefördert durch und mit Mitteln von: Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kunst und Tourismus, Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, Landkreis Görlitz - Wokrjes Zhorjelc, Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Mitteldeutsche Medienförderung, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Liberecký kraj.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

 


► Bildmaterial zum 18. Neiße Filmfestival zum Download:

https://www.dropbox.com/sh/jr47wkbcq55qckc/AAAPUj-HNgqk3n1xjpLeKzaSa?dl=0

 

►Die Akkreditierung für das Neiße Filmfestival ist einfach online möglich und für Medienvertreter selbstverständlich kostenfrei. Für unsere Planung bitten wir Sie, sich möglichst bis zum 6. September 2021 um 12 Uhr zu registrieren.

Downloads

Fotos

Die Festivalleitung des Neiße Filmfestival

 

Bild 1 (Andreas Friedrich, Ola Staszel, Antje Schadow)

(© Hannes Rönsch)

Bild 2 (Antje Schadow, Andreas Friedrich, Ola Staszel)

(© Hannes Rönsch)

Ola Staszel

 

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(© Jakub Purej)

Antje Schadow

 

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(© Hannes Rönsch)

Andreas Friedrich

 

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(© Jakub Purej)

 

Das Team des Neiße Filmfestival 2019

Bild 1

(© Hannes Rönsch)

Die Neiße-Fische 2019

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(© Hannes Rönsch)

Open Air in Görlitz

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(© Hannes Rönsch)

Grafik

Das Plakat des Neiße Filmfestival 2019

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(© KunstBauerKino e.V.)

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(© KunstBauerKino e.V.)


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